Der Mann am Grill
„Grillen ist Männersache!” Doch wieso ist das so, beziehungsweise, ist das wirklich so? Wieso wird das Grillen automatisch den Männern zugesprochen und der Herd in der Küche eher den Frauen? Ob das nun wirklich stimmt, darüber kann man sich streiten. Aber auf jeden Fall ist diese Ansicht ein weitverbreitetes Klischee.
Manche Hobbypsychologen sind der Meinung, dass der Mann gerne grillt, weil das Zubereiten von Speisen an der offenen Flamme eine gewisse Gefahr mit sich bringt und evolutionär tief verankert ist. Andere sind der Meinung, dass der eigentliche Grund viel banaler ist. Denn schließlich kann man einen Grill mit einer Hand bedienen und in der anderen Hand immer noch eine Flasche Bier festhalten. Bei einem Küchenherd ist da schon ein wenig mehr Einsatz gefragt. Doch ganz so einfach ist es dann wohl doch nicht.
Es hat mit Sicherheit auch etwas damit zu tun, dass der Grill hauptsächlich zum Fleischgaren eingesetzt wird. So kümmert sich der Mann beim Grillen in aller Regel um das Fleisch, oder vielleicht auch um den Fisch. Beilagen, wie Salate oder Kartoffeln werden jedoch weiterhin von der Frau in der Küche zubereitet, obwohl man durchaus auch Kartoffeln in einem entsprechenden Gefäß auf dem Grill garen könnte. Ist Grillen also nur eine Männersache, weil es unmittelbar mit dem Fleischkonsum zu tun hat?
Der Holzkohlegrill ist unter den Grills, der wohl beliebteste Grill bei Männern. Der Rauch des Feuers verleiht dem Fleisch eine ganz besondere Note, die von zahlreichen Grillfans sehr geschätzt wird. Neben dem tollen Geschmack gibt es noch den Nebeneffekt, dass der Mann am Grill Feuer machen kann. Auch an dieser Stelle verweisen Wissenschaftler auf evolutionäre Gründe. Vielleicht stimmt dies sogar, wenn man überlegt, wie oft Mann sich gerne damit rüstet, auch ohne Grillanzünder Feuer gemacht zu haben?!
Exakte Antworten kann wohl nur eine wissenschaftliche Untersuchung liefern, daher stützen wir uns weiterhin auf den wohl wichtigsten Grund zum Grillen: Fleischgenuss!